BIM

BIM Projekt SEN Architekten ZT OG

Building Information Modeling BIM, zu Deutsch etwa Bauwerksdatenmodellierung ist im Großen und Ganzen eine Methode, welche die Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Immobilien optimiert. Mit Hilfe von 3D-Software entsteht ein 3D-Gebäude- und Datenmodell.

Eine EU-Richtlinie aus dem Jahr 2014 empfiehlt die Nutzung von BIM als Kriterium bei der Vergabe öffen­tlicher Aufträge. Der Stufenplan „Digitales Planen und Bauen“ des Bundesministeriums für Verkehr und Dig­itale Infrastruktur vom 15.12.2015 greift diese Richtlinie auf und schreibt eine verbindliche Nutzung von BIM bei öffentlichen Infrastrukturprojekten in Deutschland ab 2020 vor. In Großbritannien, den Niederlanden, Dänemark, Finnland und Norwegen gelten bereits entsprechende Vorschriften und auch in Österreich ist dieser Trend zu beobachten.

Wir managen die fachübergreifende und integrale Gebäudeplanung für jeden Kunden. Unser Anspruch ist der reibungslose Austausch der Informationen zwischen dem Bauherrn, den Planern und den ausführenden Firmen.

Durch die konstruktive Zusammenarbeit der Beteiligten erzeugen wir ein digitales Bauwerksmodell, das uns ermöglicht sämtliche Prozesse im Lebenszyklus eines Gebäudes, von der Planung bis zu Bewirtschaftung, darzustellen.

Aufgrund der rasanten technischen Entwicklung, den gestiegenen Ansprüchen an Bauwerke und der zunehmenden Internationalisierung nimmt die Komplexität von Bauwerken immer mehr zu. Fachplaner, Projektsteuerer, Investoren und viele mehr sind an einem Bauprojekt beteiligt, BIM macht die Kommunikation und die Zusammenarbeit der Beteiligten im Projekt transparent.

Den Prozess der Erstellung und Pflege eines digitalen Datenmodels in Form eines virtuellen, dreidimensionalen Gebäudes nennt man Bauwerksdatenmodellierung oder einfach nur BIM. Wir als Architekten erstellen nach Wünschen des Bauherrn ein virtuelles Gebäude, das zentrale Objekt des Building Information Modeling, das wir als Koordinationsmodell bezeichnen.

Dieses Modell fungiert als eine Art Datenbank, die sämtliche Informationen in Form von graphischen/geometrischen und alphanummerischen Parametern und Kennwerten, enthält. Jede Änderung oder Weiterentwicklung wird darin eingespielt und verwaltet. Dieses geschieht einerseits durch das Erzeugen graphischer und geometrischer Bauteile, andererseits durch das Anheften von Informationen an die bestimmten Teile des Gebäudes. Das BIM-Modell ist nicht nur auf den Planungs- und Ausführungsprozess beschränkt. Das Bewirtschaften des Gebäudes bis zum Abriss und Entsorgung kann durch das BIM Modell bestimmt und abgewickelt werden.

Die Grundstruktur des BIM Modells erstellt der Architekt. In weiterer Folge fließen Informationen von unterschiedlichen Akteuren ein und vereinen sich zu einem Gesamtkomplex, im Idealfall zu einem 1:1 Modell. Unter einem Dach vereint sind die Architektur, die Statik, die Haustechnik (TGA), die Baufirmen und die Fertigung sowie das Facility Management und die Verwaltung.

Bis dahin befinden sich bereits Informationen über das Material, die Kosten und Mengen über die statischen Werte wie Druckfestigkeit und Durchbiegung oder TGA Kennzahlen wie etwa Durchflussgeschwindigkeit oder notwendige Luftwechselrate bis hin zu Zugangskontrollen und Wartungsintervallen, die für das Facility Management wichtig sind.

Inzwischen spielen die bekannten Dimensionen wie Länge, Breite und Höhe alleine keine Rolle. In Verbindung mit BIM sprechen wir von 4D, 5D, 6D oder sogar 7D.

BIM 4D: die gängigen drei Dimensionen des Raumes X,Y,Z mit zusätzlicher 4er Dimension der Zeitkomponente

BIM 5D: weitere Komponente bilden die Kosten

BIM 6D: den Modellelementen werden tatsächliche Informationen aus der Herstellung angefügt, damit vollzieht sich die Umwandlung vom virtuellen in ein reales Bauteil (Ist-Zustand), eine Nachhaltigkeitsbewertung ist möglich 

BIM 7D: die Modellelemente bekommen zusätzlich Informationen zu Ihrer Nutzung und Wartung

 

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